Berliner Verkehrswende retten!

Darum geht’s

ⓘ Update 05. Oktober 2026
Zwischenerfolg: der geschützte Radweg auf der Berliner Kantstraße ist dank unseres Eilverfahrens vorerst gerettet!

Berlin hat gewählt – doch der verkehrspolitische Rückschritt ist noch nicht vorbei.

Tempo 30 gestrichen, Radwege zurückgebaut, die Verkehrswende ausgebremst: Die bisherige schwarz-rote Regierung hat sichere und klimafreundliche Mobilität in Berlin massiv geschwächt. Gegen mehrere dieser Entscheidungen wehren wir uns bereits – auf der Straße und vor Gericht.

Jetzt braucht Berlin einen echten Neustart. Die nächste Regierung muss die Rückschritte korrigieren und sichere Straßen, mehr Platz für Rad- und Fußverkehr und eine konsequente Verkehrswende wieder zur Priorität machen.

Die Wahl ist vorbei – unser gemeinsamer Einsatz nicht. Unterschreibe jetzt und fordere von der nächsten Berliner Regierung: Schluss mit dem Rückwärtsgang. Berlin braucht endlich wieder eine Verkehrswende nach vorn.

Unterschreibe jetzt:

Fordere mit uns von der nächsten Berliner Regierung einen echten Neustart der Verkehrswende.

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  • Tempo 30 wird gestrichen, Radwege werden zurückgebaut – und Menschen sollen den Preis dafür zahlen. Das ist Auto-Politik auf Kosten der Sicherheit unserer Kinder, unserer Gesundheit und des Klimaschutz.

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Petition: Berlin nicht dem Auto opfern!

Berlin hat gewählt. Die schwarz-rote Koalition hat ihre Mehrheit verloren. Doch der Wahlabend allein rettet keinen Radweg und macht noch keine Straße sicherer.

Die bereits angestoßenen Rückschritte in der Berliner Verkehrspolitik lösen sich dadurch nicht in Luft auf: Unter der bisherigen Verkehrssenatorin Ute Bonde wurden Tempo-30-Strecken gestrichen und der Rückbau bestehender Radwege vorangetrieben. Gegen mehrere dieser Entscheidungen gehen wir gemeinsam mit betroffenen Berliner*innen rechtlich vor.

Jetzt entscheidet sich, welchen Kurs Berlin in den kommenden Jahren einschlägt. Die Regierungsbildung muss zu einem echten Neustart in der Verkehrspolitik führen. Denn die Probleme auf Berlins Straßen sind unverändert: gefährliche Kreuzungen und Schulwege, Lücken im Radwegenetz, Verkehrslärm und zu wenig Platz für Menschen, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind.

Deshalb bleiben wir dran. Wir werden auch die Entscheidungen der kommenden Regierung kritisch prüfen und uns gegen jeden weiteren Rückschritt wehren – mit öffentlichem Druck und, wenn nötig, vor Gericht.

Gleichzeitig reicht es nicht, nur Verschlechterungen zu verhindern. Berlin braucht endlich wieder Fortschritt: mehr sichere und geschützte Radwege, mehr Tempo 30 dort, wo Menschen geschützt werden müssen, und eine konsequente Umsetzung des Mobilitätsgesetzes. Andere europäische Metropolen zeigen längst, dass es geht. Paris, Kopenhagen oder Brüssel verteilen öffentlichen Raum neu, bauen sichere Radinfrastruktur aus und reduzieren den Autoverkehr. Berlin darf hier nicht weiter zurückfallen.

Wir wollen eine Stadt, in der Kinder sicher zur Schule kommen. Eine Stadt, in der Menschen zu Fuß und mit dem Rad geschützt unterwegs sind. Eine Stadt mit sauberer Luft, weniger Lärm und mehr Platz für alle.

Wir fordern die künftige Berliner Regierung auf: Baut Radwege aus statt zurück. Weitet Tempo 30 zum Schutz von Menschen konsequent aus, statt sichere Straßen wieder schneller zu machen. Stärkt das Mobilitätsgesetz und bringt die Verkehrswende endlich wieder voran.

Die Wahl hat die politischen Mehrheiten verändert. Jetzt müssen wir dafür sorgen, dass sich auch die Verkehrspolitik verändert. Unterschreibe jetzt und mach mit uns weiter Druck – für sichere Straßen und ein lebenswertes Berlin.

An wen richtet sich die Petition?

Die bisherigen Rückschritte wurden unter der schwarz-roten Landesregierung und Verkehrssenatorin Ute Bonde beschlossen oder angestoßen. Nach der Wahl hat diese Koalition ihre parlamentarische Mehrheit verloren.

Unsere Forderungen richten sich deshalb jetzt vor allem an die kommende Berliner Regierung und die Parteien, die über den künftigen Kurs der Stadt entscheiden. Sie haben die Möglichkeit, Fehlentscheidungen zu korrigieren und die Verkehrswende wieder voranzubringen.

Was bringt meine Unterschrift jetzt nach der Wahl?

Gerade jetzt kommt es auf öffentlichen Druck an. Bei der Bildung einer neuen Regierung werden die politischen Prioritäten für die kommenden Jahre festgelegt. Wir wollen deutlich machen: Sichere Straßen, geschützte Radwege und eine lebenswerte Stadt dürfen bei diesen Entscheidungen nicht unter den Tisch fallen.

Und auch nach der Regierungsbildung bleiben wir dran: Wir prüfen Rückschritte, unterstützen Betroffene und gehen, wenn nötig, weiter rechtlich gegen Entscheidungen vor, die Menschen auf Berlins Straßen gefährden.

Wo genau geht die DUH gegen die Abschaffung von Tempo 30 in Berlin vor?

Saarstraße (Tempelhof-Schöneberg)
Hier wollte die Verkehrsverwaltung Tempo 30 aufheben – trotz einer vorhandenen Gefahrenlage. Die DUH ist mit einem Eilantrag hiergegen vorgegangen, mit Erfolg: Das Verwaltungsgericht stoppte die Abschaffung vorläufig. Tempo 30 bleibt zunächst bestehen.

Albrechtstraße (Steglitz-Zehlendorf)
Auch hier sollte Tempo 30 wegfallen – obwohl die Straße stark von Schulkindern genutzt wird und sichere Radwege fehlen. Die DUH ist mit einem Eilantrag erfolgreich dagegen vorgegangen: Das Verwaltungsgericht hat die Abschaffung von Tempo 30 vorerst gestoppt.

Marienfelder Allee (Tempelhof-Schöneberg)
Auf rund 1,5 Kilometern wurde Tempo 30 abgeschafft, obwohl die Regelung bisher dem Schutz von Schulwegen diente. Die DUH prüft zurzeit rechtliche Schritte.

Auch an weiteren Hauptverkehrsstraßen wurde bzw. wird Tempo 30 abgeschafft. Hier prüft die DUH laufend weitere rechtliche Schritte.

Wo werden Radwege zurückgebaut?

Unter den Eichen (Steglitz-Zehlendorf)
Der geschützte Radfahrstreifen wurde erst 2022 eingerichtet – jetzt soll er wieder verschwinden. Die DUH hat bereits angekündigt, gegen den Rückbau vorzugehen, sobald es nötig ist.

Kantstraße (Charlottenburg-Wilmersdorf)
Der geschützte Pop-up-Radweg auf der Kantstraße soll abgeschafft werden. Das lassen wir nicht zu. Wir sind gegen den geplanten Rückbau Radwegs vor Gericht gezogen und konnten den Radweg vorerst retten.

Es geht besser. Der Blick nach Europa:

Radwege

Während europäische Hauptstädte wie London, Brüssel und Paris ihr Radnetz in den vergangenen Jahren massiv ausgebaut haben und jährlich bis zu 40 km neue Radinfrastruktur schaffen konnten, verfehlt Berlin seine Ausbauziele weiterhin deutlich. 2025 wurden nur 25 km neue Radwege eingerichtet. Um die Ziele des Mobilitätsgesetzes zu erreichen, hätten allein im vergangenen Jahr im Vorrangnetz 150 km neue Radwege entstehen müssen.

Tempo 30

Zahlreiche europäische Städte haben Tempo 30 in den vergangenen Jahren erfolgreich ausgeweitet. In Lyon sank die Zahl schwerer Unfälle dadurch um fast 40 Prozent. Auch in Städten wie Brüssel, Helsinki oder Paris gingen Unfälle und Verkehrstote deutlich zurück. Eine Studie aus 2024 zu 40 europäischen Städten zeigt: Tempo 30 senkt die Zahl der Verkehrstoten im Schnitt um mehr als ein Drittel. Berlin hingegen schafft Tempo 30 auf mehreren Hauptverkehrsstraßen wieder ab.

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